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25 Fragen zum Fasten im Ramadan

 

خمس وعشرون سؤالاً عن صيام رمضان

 

]ألماني - [Deutsch - German

 

 

Quelle/المصدر:

www.al-tamhid.net

 

 

Kooperatives Da'wa-Büro in Rabwah/Riyadh (Saudi-Arabien)

1430-2009

 

 

Der Islam für Alle zugänglich!


بســم الله الرحمن الرحيـم

 

Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen

 

25 Fragen zum Fasten im Ramadan

 

 

E I N L E I T U N G

 

 

Der Islam und die Muslime sind mittlerweile in Deuschland zu einer Realität geworden, mit denen sich die Öffentlichkeit auseinandersetzt:

Islamischer Schulunterricht, Moscheebauten oder die Kopftuchdiskussion sind nur einige der aktuellen Themen. Gerade auch deshalb wird das Bedürfniss einer sachgerechten Selbstdarstellung des Islams und der Muslime nicht unbedeutender.

Die vorliegende Broschüre ist nunmehr die dritte in einer Reihe, die in einfacher Frage und Antwortform zu einem bestimmten Bereich des Islams immer wieder häufig gestellte Fragen behandelt. Der Monat Ramadan und das Fasten in diesem Monat gehören dazu. Der Herausgeber trägt die Hoffnung, dass dieses Büchlein genauso viel Anklang und Akzeptanz findet wie die beiden vorhergehenden Broschüren „25 Fragen zum Islam“ und „25 Fragen zur Frau im Islam“.

Es soll hier nicht versäumt werden allen, die an dieser Broschüre mitgewirkt haben zu danken und ein ein herzliches „Vergelt‘s Gott“ auszusprechen. Für Kritik und Anregung seitens unserer Leser sind wir dankbar.

 

 

Cordoba-Verlag


I N H A L T

 

1. Warum fasten die Muslime?

2. Wie wird im Islam gefastet?

3. Welchen Nutzen ziehen Muslime vom Fasten?

4. Wer ist zu fasten verpflichtet?

5. Gibt es Personen, die vom Fasten ausgenommen sind?

6. Wann beginnt die Fastenzeit?

7. Was ist die Wortbedeutung von Ramadan?

8. Wie wirkt sich das Fasten auf den Fastenden aus?

9. Ist es nicht ungesund beim Fasten auch nichts trinken?

10. Ist es sinnvoll den ganzen Tag nichts zu essen und das alles abends wieder durch üppiges Essen nachzuholen?

11. Fasten die Muslime um abzunehmen?

12. Ist es nicht schwer hierzulande zu fasten?

13. Warum müssen die Muslime einen ganzen Monat lang fasten?

14. Wozu braucht Gott das Fasten, kommt es nicht eher auf den Glauben an?

15. Welche Mahlzeiten werden im Monat Ramadan fürs Fastenbrechen zubereitet?

16. Wie wurde das Fasten im Monat Ramadan für Muslime eine Pflicht?

17. Was für Bräuche haben die Muslime im Monat Ramadan?

18. Wie viele Muslime halten sich an das Fastengebot im Ramadan?

19. Gibt es außerhalb des Ramadans auch Fastentage?

20. Wie können Nichtmuslime ihre fastenden muslimischen Arbeitskollegen unterstützen?

21. Gibt es besondere Ereignisse im Monat Ramadan?

22. Wird am Ende des Ramadans ein Fest begangen?

23. Gibt es Probleme der Moschee-Gemeinden mit ihren Nachbarn?

24. Welche Dinge sind beim Fasten noch zu beachten?

25. Können Nichtmuslime an muslimischen Veranstaltungen im Ramadan teilnehmen?

G L O S S A R

 بســم الله الرحمن الرحيـم

 

Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen

 

1. Warum fasten die Muslime?

 

Fasten im Islam ist eine Form des Gottesdiensts. Das Fasten im Monat Ramadan gehört zu den sogenannten fünf Säulen des Islam, also zu den Hauptpflichten, die ein Muslim als Gottesdienst durchführt. Die anderen Säulen sind das Bezeugen der Einheit Gottes und der Prophetenschaft Muhammads (), das täglich fünfmalige Gebet, die Wallfahrt nach Mekka und das Entrichten der Zakat.

Das Fasten wird den Gl äubigen in dem folgenden Koranvers vorgeschrieben:

 

“Ihr, die ihr glaubt, euch ist das Fasten vorgeschrieben wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren, damit ihr vielleicht gottesfürchtig werdet.” (Koran 2:183).

 

Laut dieser Aussage im Koran, dem heiligen Buch der Muslime, soll das Fasten um Gottes (Allahs) Willen geschehen d.h. es soll dadurch die Zufriedenheit Gottes erlangt werden.

Ausserdem gehört die Praxis des Fastens zur Tradition des Propheten Muhammad (), der den Muslimen als Vorbild dient.

 

2. Wie wird im Islam gefastet?

 

Das Fasten im Islam heisst, dass der Muslim bzw. die Muslima von Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang nichts isst, nichts trinkt, allgemein also keine Nahrung zu sich nimmt und sich des Beischlafs mit dem Ehepartner enthält. Das ist das “äussere” Fasten. Das Fasten hat aber auch eine “innere” Dimension. Der Muslim soll demnach im Ramadan noch mehr als sonst darauf achten sich gänzlich von Sünde freizuhalten d.h. nichts Verwerfliches bewusst anschauen, nichts Schlechtes reden, auf nichts Böses hören und nichts Verabscheuungswürdiges tun. Denn Fasten heisst erkennen, dass man in Wahrheit einzig und allein von Gott abhängig ist. Zugleich soll sich der Fastende darüber klar werden, dass er sich von vermeintlicher Abhängigkeit von anderem lossagen kann und muss. Er ist ein Pilger, der sich mit seinem Fasten zu seinem Schöpfer aufgemacht hat und alles, woran er gewöhnt ist aber nicht unbedingt benötigt, hinter sich zurücklässt. Zudem beschäftigt sich der Muslim wenn er fastet intensiver mit den restlichen Gottesdiensten wie z.B. den Gebeten oder dem Lesen des Korans.

 

3. Welchen Nutzen ziehen Muslime vom Fasten?

 

Das Fasten ist eine direkte Angelegenheit zwischen dem Einzelnen und seinem Schöpfer, also ein Gottesdienst, der frei von Heuchelei sein muss. Die Seele des Fastenden wird gereinigt und geläutert und seine Beziehung zu Gott und seinen Mitmenschen wird gefestigt. Ohne dies bleibt das Fasten bedeutungslos und leer. So ist ein großer Nutzen des Monats Ramadan mehr Barmherzigkeit gegenüber Armen und Bedürftigen und darüber hinaus das Erlangen einer gewissen Selbstbeherrschung und Konzentration auf das Wesentliche. Fasten schärft das Gewissen und vergrössert die Widerstandskraft. Wer fastet denkt mehr an Gott, übt sich in wohltätiger Nächstenliebe, schmeckt die Süße der Ergebung in Gottes Willen, die Liebe Gottes und Gottesfurcht. Die Muslime genießen auch das besondere Miteinander in der Familie und unter Freunden im Fastenmonat. Vielleicht ist der größte praktische Nutzen der einmonatigen geistigen und körperlichen Übung der, dass die Selbstbeherrschung und die Absage an bestimmte Dinge auch andere Aspekte des Lebens eines Muslims permanent zu durchdringen vermag. Dies wird möglich, weil dem Muslim im Ramadan eine Möglichkeit geboten wird eine innere Abrechnung durchzuführen und er somit neue Vorsätze für die nächste Zeit vornehmen kann.

 

4. Wer ist zu fasten verpflichtet?

 

Die Fastenvorschrift im Monat Ramadan gilt für jeden geistig zurechnungsfähigen Muslim, Mann oder Frau, der die Pubertät erreicht. Die Pubertät kennzeichnet die Mündigkeit im Islam. Kinder, die die Pubertät nicht erreicht haben, werden ermutigt so viele Tage zu fasten wie sie können. So können sie sich nach und nach mit zunehmenden Alter an dieses Gebot gewöhnen.

 

5. Gibt es Personen, die vom Fasten ausgenommen sind?

 

Nur wer das Fasten, so wie es im Islam vorgeschrieben ist, ohne gesundheitlichen Schaden durchführen können, ist zu diesem Gebot verpflichtet. Deshalb sind Kranke, Altersschwache, Schwangere, stillende Mütter, Frauen in der Menstruation und ähnliche Personengruppen von dieser Pflicht ausgenommen. Personen, deren gesundheitliche Situation sich voraussichtlich nicht bessern wird wie z.B. chronisch Kranke oder Altersschwache, sollen für jeden im Ramadan versäumten Fastentag einen Bedürftigen speisen (die sog. Fidya). Andere, die unter die Ausnahmeregelung fallen und deren Situation sich bessern wird wie z.B. Schwangere, stillende Mütter etc. holen die versäumten Fastentage zu einem späteren Zeitpunkt nach.

 

6. Wann beginnt die Fastenzeit?

 

Der Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender. Im Gegensatz zur üblichen Praxis der Verwendung des Sonnenkalenders, benutzen die Muslime einen reinen Mondkalender. So verschiebt sich der Monat Ramadan 10 oder 11 Tage pro Jahr nach vorne und durchschreitet allmählich alle Jahreszeiten. Ein Muslim wird deswegen Fastentage im Laufe seines Lebens sowohl im Winter mit kürzeren Tagen, als auch Fastentage im Sommer, an denen die Tage lang sind und das Fasten schwieriger wird erleben.

Wäre eine bestimmte feste Jahreszeit für das Fasten festgelegt, würde das für manche der Anhänger des Islam in verschiedenen Erdteilen, einen dauernden Vorteil, für andere wiederum eine ständige Benachteiligung bedeuten.

 

7. Was ist die Wortbedeutung von Ramadan?

 

Ramadan ist Arabisch und wird von der Wurzel ramida oder arramad abgeleitet, was “brennende Hitze und Trockenheit”, speziell des Bodens bedeutet. Aus der gleichen Wurzel kommt ramdaa - sonnengebrannter Sand. Dies deutet auf das Hitzegefühl im Magen hin, das vom Durst erzeugt wird. Manche erklären auch das damit, dass der Ramadan die Sünden ausbrennt wie die Hitze den Boden. Im Ramadan sind Herz und Seele für die Anbetung und das Gedenken an Gott empfänglicher, so wie Sand und Steine für die Hitze der Sonne. So hilft der Ramadan dem Gläubigen sich neu zu formen und seine physischen und geistigen Veranlagungen und Verhalten zu erneuern.

 

8. Wie wirkt sich das Fasten auf den Fastenden aus?

 

Das ist unterschiedlich. Es gibt viele Muslime, die durch das Fasten zu einer inneren Einkehr und zur Ruhe kommen, die sie vielleicht durch das ganze Jahr über vermissen. Oft fühlt der Fastende auch, dass sein Körper in diesem Monat eine Art Regeneration erfährt. Einige wiederum müssen sich in Geduld üben, weil sie das Fasten, emotional und körperlich stärker belastet als andere.

Jeder empfindet das Fasten also ein wenig anders. Was allen fastenden Muslimen gemeinsam ist, ist die Tatsache, dass sie diesen Akt als Gottesdienst betrachten und die Vergeltung dafür bei ihrem Schöpfer im Jenseits erhoffen.


9. Ist es nicht ungesund beim Fasten auch nichts trinken?

 

Wenn die Voraussetzung für das Fasten erfüllt ist, nämlich die körperliche Fitness, ruft die fehlende Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme vom Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auch keine gesundheitlichen Schäden für den Fastenden hervor. Zudem bewirkt der Verzicht auf Nahrung, dass man weniger Durst verspürt.

 

10. Ist es sinnvoll den ganzen Tag nichts zu essen und das alles abends wieder durch üppiges Essen nachzuholen?

 

Nein, sicher nicht. Deshalb hat der Prophet Muhammad () auch geraten leichte Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Und er erließ eine allgemeine Regel, die auch außerhalb des Ramadans Gültigkeit besitzt: Nämlich, dass der Muslim seinen Magen mit einem Drittel Essen, einem Drittel Flüssigkeit füllen, aber das letzte Drittel leer lassen sollte.

 

11. Fasten die Muslime um abzunehmen?

 

Die Absicht beim Fasten ist das Wohlgefallen Gottes. Es wird empfohlen keine schwere Kost zu sich zu nehmen. Es ist aber auch erlaubt die eigens zubereiteten Köstlichkeiten zu geniessen. Deshalb gibt es sowohl Muslime, die in diesem Monat abnehmen, als auch manche die an Gewicht zunehmen.

 

12. Ist es nicht schwer hierzulande zu fasten?

 

Das Fasten hier ist unter einigen Aspekten leichter als das Fasten in klimatisch extremeren Breitengraden. Im Winter werden die zu fastenden Tage kürzer sein als die Tage im Sommer oder im Frühling. In den muslimischen Ländern fasten die meisten Menschen, so dass das Fastenbrechen kaum in die Arbeitszeit fällt und tagsüber nichts zu essen oder zu trinken angeboten wird. Viele Muslime in unserem Land hätten gerne Arbeitszeiten, die ihnen erlauben, das Fastenbrechen gemeinsam mit der Familie vorzunehmen.

 

13. Warum müssen die Muslime einen ganzen Monat lang fasten?

 

Wie schon in den ersten Antworten erwähnt, richten sich die Muslime – auch bei dieser Vorschrift – nach den Worten Gottes, dem Koran, und der Vorgehensweise des Propheten Muhammad (), der Sunna. Diese Anweisungen geben den Monat Ramadan, der 29 oder 30 Tage lang dauert, als Fastenzeit vor. Da Eintönigkeit schädlich ist, ist es im Islam nicht gestattet das ganze Jahr über ohne Unterbrechung zu fasten. Auch wer geistigen Vorteil erzielen will, hat nicht die Erlaubnis dazu. Die Erfahrung bestätigt ausserdem, dass das Fasten für den, der es fortwährend übt, zur Gewohnheit wird, zur zweiten Natur, so dass der Vorteil nicht der gleiche ist wie für den, der nur von Zeit zu Zeit fastet.

 

14. Wozu braucht Gott das Fasten, kommt es nicht eher auf den Glauben an?

 

Es ist richtig, dass Gott nichts von uns benötigt, weil Er sich Selbst genüge ist. Von den jeweiligen gottesdienstlichen Handlungen ziehen wir Menschen selbst hier in dieser Welt und im Jenseits Nutzen. Aber Glauben ist die Voraussetzung für eine Tat, die als Gottesdienst zählt und eine Tat ohne Glauben wird als Gottesdienst bei Gott nicht angenommen werden. Deshalb gehören Glaube und Tat zusammen und sind wie zwei Seiten einer Medaille. Der Glaube wird durch die Tat gestärkt. Glaube ohne Taten kann im Extremfall zu einem leerem Glaubensbekenntnis werden.

 

15. Welche Mahlzeiten werden im Monat Ramadan fürs Fastenbrechen zubereitet?

 

Dies hängt von den jeweiligen Essgewohnheiten und dem kulturellen Hintergrund des fastenden Muslims ab. Oft wird abends eine warme Mahlzeit zubereitet, aber viele genießen eher die Atmosphäre des Fastenmonats und das Zusammensein mit der Familie und den Freunden und legen weniger Wert auf die Speisen.

 

16. Wie wurde das Fasten im Monat Ramadan für Muslime eine Pflicht?

 

Die Offenbarungen Gottes an den Propheten Muhammad (), die dann als Koran zusammengetragen wurden, begannen im Monat Ramadan im Jahre 610. Das Fasten während dieses Monats wurde den Muslimen erst im Jahre 624 zur Pflicht, als folgende Koranverse offenbart wurden:

 

“Ihr, die ihr glaubt, euch ist das Fasten vorgeschrieben wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren, damit ihr vielleicht gottesfürchtig werdet.” (Koran 2:183).

 

“Der Monat Ramadan ist es, in dem der Koran als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch in dem Monat zugegen ist, der soll in ihm fasten. Und wer krank ist oder sich auf einer Reise befindet, soll eine Anzahl anderer Tage (fasten) - Allah will es euch leicht, Er will es euch nicht schwer machen - damit ihr die Frist vollendet und Allahs Größe rühmt, dass Er euch geleitet hat. Vielleicht werdet ihr dankbar sein.“ (Koran 2:185)

 

17. Was für Bräuche haben die Muslime im Monat Ramadan?

 

Das Fastenbrechen wird gewöhnlich mit einer Dattel oder einem Schluck Wasser durchgeführt, während das folgende vom Propheten Muhammad () überlieferte Bittgebet gesprochen wird: “O Allah, um Deinetwillen habe ich gefastet und an Dich geglaubt und mit Deiner Versorgung breche ich das Fasten. Im Namen Allahs, des Allbarmherzigen, des Gnädigen”, dann wird das Abendgebet verrichtet. Erst danach werden dann die eigentlichen Speisen gegessen. So wie der Prophet Muhammad () dies selbst durchführte, ist es Sitte während des Fastenmonats den ganzen Koran zu lesen. Gegenseitige Besuche und Einladungen zum Fastenbrechen sind an der Tagesordnung. Das gemeinsame Fastenbrechen findet auch oft in den jeweiligen Moschee-Gemeinden statt, in denen manchmal sogar jeden Tag im Ramadan Essen ausgegeben wird.


18. Wie viele Muslime halten sich an das Fastengebot im Ramadan?

 

Das Fasten scheint das Gebot unter den fünf Säulen zu sein, an die sich die Muslime am meisten halten. Die Moscheen sind in diesem Monat zu den abendlichen Tarâwîh-Gebeten übervoll und selbst nicht praktizierende Muslime halten sich aus Respekt vor diesem Monat von Dingen fern, die der Islam verboten hat, wie z.B. dem Alkoholkonsum. In den Ländern mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung wirkt sich der Ramadan im alltäglichen Leben aus. Obwohl sich hier vielleicht fast die Hälfte der Muslime an das Fasten halten, fällt dies natürlich aufgrund der geringen Zahl der Muslime im öffentlichen Leben nicht gleichermassen auf.

 

19. Gibt es außerhalb des Ramadans auch Fastentage?

 

Das für jeden Muslim verpflichtende Fasten gibt es nur im Monat Ramadan. Darüber hinaus hat der Prophet Muhammad () an bestimmten Tagen das freiwillige Fasten empfohlen wie z.B. sechs beliebige Tage im darauffolgenden Monat Schawwâl. Er lehrte, dass derjenige, der den ganzen Fastenmonat und noch 6 Tage im Schawwâl fastet, von Gott belohnt wird, als hätte er das ganze Jahr hindurch gefastet. Am 10. Muharram oder montags oder donnertags zu fasten wird angeraten.

Das ständige Fasten das ganze Jahr hindurch wird im Islam hingegen nicht erlaubt und die Maximalgrenze des freiwilligen Fastens wurde vom Propheten () aufgezeigt, indem er sagte, dass der Muslim, der viel fasten möchte, abwechselnd einen Tag fasten und den darauffolgenden Tag aber aussetzen solle.

 

20. Wie können Nichtmuslime ihre fastenden muslimischen Arbeitskollegen unterstützen?

 

Arbeitgeber, Kollegen, Lehrer etc. können helfen, indem sie versuchen die Bedeutung des Ramadan zu verstehen und den betreffenden Muslim nach Möglichkeit körperlich weniger beanspruchen. Besondere Berücksichtigung könnten z.B. Anfragen nach Urlaub, der Wunsch nach flexibleren Arbeitszeiten am Morgen und am Abend, und dem Anliegen von Schülern weniger Hausaufgaben zu bekommen finden. Es ist auch sehr wichtig, dass muslimische Arbeiter, Angestel