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Die Nonnen sahen so sauber und fein aus in ihren gestärkten weißen Gewändern.  Sie sahen aus wie die Heiligen auf den Bildern an den Wänden eines Klassenzimmers hingen, und ich träumte davon, eines Tages so wie sie zu sein.  Ich und zwei andere Mädchen, die am Ende des Schuljahres exzellente Noten hatten, wurden gefragt, ob wir Religion studieren wollen.  Sie dachten, wir wären fromm für unser Alter, denn wir hielten gerne stundenlang in der Kirche auf.  Sie konnten sich nicht denken, dass es in der Kirche dunkel und kühl war, und eine willkommene Erleichterung von der heißen afrikanischen Sonne.  Ich konnte es nicht erwarten, es meinem Vater zu erzählen, der erstaunlicherweise ´absolut nicht!´ sagte.  Ihm würde diese Art von Leben nicht eines seiner Mädchen gefallen, ohne Ehemann und Kinder.  Er schrieb mich in einer anderen Schule ein, die zuvor nur Jungen zugelassen hatte.  Abgesehen von mir war noch ein anderes Mädchen an der Römisch Katholischen Missionsschule in Burundi.  Die Jahre, die ich an der Schule verbrachte, machten mich ziemlich hart, denn ich konkurrierte mit Jungen.  Die Nonnen benutzten exzessive Gewalt in Disziplinarsachen.  Die Tatsache, dass wir alle Jugendliche waren, könnte eine Menge damit zu tun gehabt haben.  Trotzdem schien es nicht sehr christlich zu sein.  Ich interessierte mich für Religion, und übertraf mich im Studium der Sprachen und nahm nach meinem Abschluss von der High School ein Vollstipendium an einer Universität in Cameroon an.  Wieder, als einzige Frau, schrieb ich mich für den Studiengang Theologie ein.  Ich warmer nicht sicher, was ich damit machen würde, aber nach kurzer Zeit beantragte die Verwaltung ein Stipendium am gleichen College für Theologie, aber in Belgien.  Dort würde ich lernen, wie man ein Pfarrer der Römisch Katholischen Kirche wird.  Meine sprachlichen Fähigkeiten halfen mir ziemlich und meine Beherrschung einiger afrikanischer Dialekte machte mich zu einem guten Kandidat für die Missionsarbeit. 

Die Nonnen sahen so sauber und fein aus in ihren gestärkten weißen Gewändern.  Sie sahen aus wie die Heiligen auf den Bildern an den Wänden eines Klassenzimmers hingen, und ich träumte davon, ein ...

Abdullah Ibn Salam

Abdullah Ibn Salam

In den USA in den 80ern aufgewachsen, war mein Wissen über den Islam fehlerhaft und gering. Mein Vater lehrte meinem Bruder und mir, der Welt bewusst zu sein, an anderen Kulturen interessiert und gut belesen. Zu jener Zeit porträtierten die Medien den Islam auf der Grundlage der iranischen Revolution und dem Konflikt in Palästina. Portraits von Frauen waren auf „Nicht ohne meine Tochter“ – Variationen limitiert. Obwohl ich nie den Film gesehen oder das Buch gelesen hatte, beschränkte sich mein Wissen darauf, dass muslimische Frauen die Sklavinnen ihrer Ehemänner seien, dass Männer viele rivalisierende Frauen ohne Grenzen heiraten dürften, dass Frauen geschlagen, verstoßen oder sogar getötet würden, wenn sie eine Tochter gebären und nicht schnell vielen Söhnen das Leben schenkten. Das Sehen von Frauen in vollen schwarzen Verschleierungen, die schwer und mehrlagig zu sein schienen, einschließlich Schleiern vor den Gesichtern, war furchteinflößend für ein Mädchen, das zur Zeit von Madonna und Cyndi Lauper aufgewachsen ist. Zusätzlich zu diesen größeren Problemen wurde uns in der Schule beigebracht, dass es Frauen im Mittleren Osten nicht erlaubt sei, ihre Häuser zu verlassen und dass sie in großer Armut lebten, ihre Zimmer mit ihren Mitfrauen und allen Kindern teilten und ihre Ehemänner nur selten zu Gesicht bekämen. In unserem seltenen uund minimalen Unterrichten über die Geschichte oder die Kultur des Islam wurde kein Unterschied gemacht zwischen der Vielfältigkeit der Kulturen im Mittleren Osten und dem Islam als Religion. Mir war nicht klar, dass irgendjemand anders als Araber und einige Afrikaner Muslime waren und mir war auch nicht klar dass nicht alle Araber Muslime sind.

In den USA in den 80ern aufgewachsen, war mein Wissen über den Islam fehlerhaft und gering. Mein Vater lehrte meinem Bruder und mir, der Welt bewusst zu sein, an anderen Kulturen interessiert und gut ...

Eine kurze Biographie der “Mütter der Gläubigen”

Eine kurze Biographie der “Mütter der Gläubigen”

  Sie waren seine Frauen in diesem Leben und sollen es im nächsten Leben ebenfalls sein.  Es waren Junge und Alte, Witwen und Jungfrauen, Arme und Wohlhabende, Adlige und befreite Sklavinnen.  Jede Einzelne spielte ihre besondere Rolle in der Geschichte des Islam. 

  Sie waren seine Frauen in diesem Leben und sollen es im nächsten Leben ebenfalls sein.  Es waren Junge und Alte, Witwen und Jungfrauen, Arme und Wohlhabende, Adlige und befreite Sklavinnen ...